2013: 40 Jahre Skiabteilung

Skifahrt

Am Anfang stand eine kleine Notiz im Vereinsblatt „Schwimmer“. Inzwischen gibt es die Skiabteilung der SSF Bonn schon 40 Jahre. Die Entstehung der Skiabteilung geht auf Initiative von Käthe Ziertmann zurück. Sie traf beim Schwimmen regelmäßig Günter Müller, der zu der Zeit Übungsleiter beim Westdeutschen Skiverband war. Er war in der Fort- und Ausbildung des Skilehrwesens aktiv und deshalb ihr erster Ansprechpartner. Trotz der Skepsis über den Bedarf einer Skiabteilung und des Mangels geeigneter Trainingsmöglichkeiten im näheren Umfeld stimmte Günter Müller zu, zunächst die Skigymnastik zu übernehmen und über den Westdeutschen Skiverband (WSV) Skifahrten zu organisieren. Käthe Ziertmann handelte sofort und rief eine Gründungsversammlung ein, zu der etwa 10 Gründungsmitglieder kamen.

Die Zielsetzungen wurden gemeinsam erarbeitet und festgelegt. Der Grundstein für eine Skiabteilung bei den SSF Bonn war damit gelegt. Käthe Ziertmann hatte ihre Visionen in die Tat umgesetzt und wurde Abteilungsleiterin der Skiabteilung.

Es begann dann mit der regelmäßige Skigymnastik, was nicht einfach war, denn Hallenstunden wurden noch nicht zugebilligt. So wurden die ersten Übungsstunden am Beckenrand des Schwimmbads im Sportpark Nord abgehalten. Es kostete alle ein Stück Überwindung während der offiziellen Schwimmzeiten sozusagen vor Publikum „herumzuzappeln“. Doch die Mitglieder der Skiabteilung hielten durch und schafften es dann doch, einige Zeit später in einer Sporthalle unterzukommen.

In den ersten Jahren wurde jeden Winter ein Hüttenabend mit Filmvorführungen, Quizspielen mit schönen Preisen und anderen Höhepunkten veranstaltet. Diese Hüttenabende waren ein guter Werbeeffekt für die Skiabteilung und führten nebenbei zu neuen Freundschaften.

Bis Mitte der 1980er Jahre hatte Günter Müller durch seine Tätigkeit beim WSV alljährlich Skifahrten zum Frühwinterskilauf und weitere 2-Wochen-Skifreizeiten in den Alpen angeboten, die von vielen Mitgliedern gerne angenommen wurden. Langsam bildete sich ein harter Kern an Mitgliedern, aus dessen Mitte immer größere, mal auch kleinere Gruppen, von den Angeboten Gebrauch machten.

Parallel dazu entstand auch eine Langlaufgruppe, die unter der Leitung von Oswald Schindler (zeitweise auch Abteilungsleiter der Skiabteilung) mehrmals auf der Bonner Hütte in Kärnten gemeinsam Urlaube verbrachte.

Ab November 1975 nahm eine Reihe von Mitgliedern beim alljährlichen Frühwinterskilauf in St. Moritz teil.

Ab 1988 veranstaltete die Skiabteilung der SSF Bonn eigene Skifreizeiten, die dank der Organisation durch Siegfried Hahlbohm und Günter Müller auf das Interesse von bis zu 50 Teilnehmern jährlich stieß. Die erste führte nach Lienz in Osttirol. Dort gab es leider keinen Schnee im örtlichen Skigebiet. Notgedrungen fuhren alle jeden Tag mit dem Bus in das Skigebiet von Heiligenblut. Die Heimfahrten waren immer feucht fröhlich mit vielen Späßchen und Tanzeinlagen zwischen den Sitzen. Alle hatten Riesenspaß. Das hatte sich herumgesprochen und somit gelang es mühelos für die folgenden Fahrten Teilnehmer aus den eigenen Reihen zu gewinnen.

Angel- und Drehpunkt der Abteilung waren immer die wöchentlichen Gymnastikstunden. Darüber hinaus haben Grillfeste, Wanderungen und Fahrradtouren das Vereinsleben im Sommer bereichert.

Neben Käthe Ziertmann, Günter Müller und den vielen anderen Helfern und Unterstützern ist besonders Siegfried Hahlbohm hervorzuheben. Er hatte die Skiabteilung von Beginn an mit geprägt und vorangebracht. Er hatte sich all die Jahre (zeitweise auch als Abteilungsleiter der Skiabteilung) durch die Übernahme von Trainingsstunden und die Organisation von Skifreizeiten in den Alpen sowie vielen anderen Aktivitäten verdient gemacht. Auch hatte er vielen Mitgliedern mit seinem wöchentlichen Lauftraining im Kottenforst zu Fitness und Spaß am Joggen verholfen.

Daneben fällt oft auch der Name von „Uki“ (Ulrike Dieminger), wenn ältere Skiabteilungsmitglieder von „früher“ erzählen. Ulrike Dieminger war lange Zeit Trainerin für Jugendliche und junggebliebene Mitglieder der Abteilung und hat neben vielen anderen über Jahre aktiv Werbung für die Skiabteilung betrieben.

Im neuen Jahrtausend begann langsam der Umbruch durch Strukturwandel und Generationswechsel. Christian Krause als Abteilungsleiter gewann 2001 mit dem „Gimminator“ Werner Klemm ein Trainer für die Skiabteilung, der für uns über 8 Jahre ein ganz neues Fitnesstraining anbot. Aus der bisherigen Skigymnastik wurde ein „Dynamisches Fitnesstraining“, mit der die allgemeine Kräftigung und Fitness viel stärker im Vordergrund steht, als die Fitness zum Skifahren. Dadurch konnten viele neue und auch junge Mitglieder gewonnen werden.

In der Folgezeit wurden zusätzliche Angebote wie Inlineskaten, Lauftreff, Ausweitung der Trainingszeiten und Ersatzprogramme in den Sommerferien wie z. B. Lauftreff im Kottenforst und in den Rheinauen wie auch Dynamisches Fitnesstraining in den Rheinauen geschaffen. Das Inlineskaten konnte sich dabei auf Dauer nicht durchsetzen.

Skireisen werden auch heute noch durchgeführt, allerdings nur noch im kleineren Rahmen mit Selbstanreise.

Im Großen und Ganzen können wir über die bisherige Entwicklung und den Erhalt der Skiabteilung stolz sein. Dies ist letztendlich unseren Trainern und all den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern der Skiabteilung zu verdanken.

Die Sorgen hinsichtlich der künftigen Altersstrukur der Skiabteilung bei den SSF sind vor dem Hintergrund stabiler Mitgliederzahlen also deutlich kleiner geworden - hoffentlich bleibt dieser Trend erhalten! Nachdem die SSF ihren Schwerpunkt laut Aussage der Geschäftsführung nunmehr beim Breitensport sehen, passt die Skiabteilung nämlich besser denn je in den Gesamtrahmen der SSF hinein.